Weite Sprünge in Elite: Dangerous

Als Forscher in Elite: Dangerous habt ihr vor allen Dingen ein Ziel: Eine möglichst hohe Sprungreichweite. Statt magerer 10 Lichtjahre derer 35 in einem Sprung zurücklegen zu können verkürzt die Reisezeit enorm, bzw. macht unter manchen Umständen erst die Erforschung einiger Sonnensysteme und Sektoren möglich.

Wie also erreicht man eine möglichst hohe Sprungreichweite?

Sortiert von einfach bis gefährlich sind hier die Vorschläge, wie man sein Schiff leichter machen bzw. eine höhere Sprungreichweite erzielen kann.

  1. Frameshift-Antrieb: Das offensichtlichste Teil zur Erhöhung der Reichweite ist ein besserer Frameshift-Antrieb. Der beste seiner Klasse ist ein A-Typ. Dazu wird noch ein möglichst großer Fuel-Scoop benötigt (um Treibstoff aus den Sonnenwinden zu gewinnen) und ein A-Typ-Reaktor, damit dieser die durch die Sonne entstehende Wärme ableiten kann.

  2. Abrüstung: Einzelne Waffensysteme wiegen zwischen 2–8 Tonnen; ein einzelnes Schiff schafft es damit locker, zwischen 10–40 Tonnen an Bewaffnung mit sich herumzuschleppen. Dabei wird man in den Tiefen des Raumes eher selten seine Waffen brauchen – und ist sowieso in der Regel gut beraten, lieber zu flüchten als zu kämpfen. Also: weg mit den Waffen! Neben dem eingesparten Gewicht sinkt auch noch der Energieverbrauch.

  3. D-Rating: Bis auf den Reaktor und den Frameshift-Antrieb muss das Equipment an Bord nicht viel leisten, sondern vor allen Dingen leicht sein. Bei jedem Teil sind die D-Typen die leichtesten ihrer jeweiligen Klasse, also sollte man alle Teile dementsprechend durch D-Typ-Teile austauschen.

  4. Tinnef über Bord: Frachtscanner, Chaff-Werfer, Punktverteidigungstürme? Macht euch klar, dass ihr da draußen mutterseelenallein seid. Also baut alles aus, was davon ausgeht, das jemand euch oder ihr jemanden Böses wollt.

  5. Klassenerhalt gefährdet: Gerade bei konventionellen Antrieben und Reaktoren besteht die Möglichkeit, nicht nur den Typ zu verringern, sondern sogar die ganze Klasse. So kann man einen Lakon Asp Explorer an Stelle eines 5A-Reaktors auch mit einem 3A- oder sogar 2A-Reaktor betreiben.

Jetzt kann man das Spiel aber noch weiter treiben, auch wenn dadurch die Sicherheit an Bord des Schiffes stark leidet:

  1. „Guck mal Mama, ohne Schilde“: Sobald ihr den bewohnten Teil der Galaxie hinter euch gelassen habt, braucht man eigentlich keine Schilde. Vorsichtige Naturen haben sie möglicherweise dabei, um beim Einparken oder Kontakt mit Piraten weniger Ärger zu haben – echte Forschernaturen demontieren die Schilder, oder tauschen sie zumindest durch unterdimensionierte Schildgeneratoren aus.
  2. Der Wahrheit ins Gesicht geschaut: Lebenserhaltungssysteme werden gerne besorgten Freundinnen oder Müttern gezeigt: „Schau mal, wenn meine Hülle einen Riss bekommt, sorgt dieses System dafür, dass ich noch eine halbe Stunde lang Sauerstoff bekomme.“ Aber ehrlich gesagt seid ihr so weit draußen, dass selbst das größte Lebenserhaltungssystem einen katastrophalen Hüllenriss nicht lang genug kompensieren kann. Die Formel dazu ist einfach: Wenn ihr euch eine Strecke größer als (Minuten in der Lebenserhaltung / Minuten pro Tank- & Sprungvorgang * Distanz pro Sprung) von der bewohnten Bubble entfernt, werdet ihr es sowieso nicht rechtzeitig nach Hause schaffen. Bei einem Asp mit einem 25min-System beträgt diese Strecke kümmerliche 250 Lichtjahre. Es reicht als ein D-Typ-Lebenserhaltungssystem.
  3. Tank: Der Inhalt eures Tanks ist ebenfalls Gewicht. Wenn also weniger Füllung in eurem Tank ist, erhöht sich die Reichweite für einen einzelnen Sprung, z.T. gewaltig. Das führt zum sogenannten „leap of faith“ über die Abgründe zwischen den Spiralarmen der Galaxie: Der Forscher fliegt seinen Tank fast leer und springt dann eine gewaltige Strecke über den Abgrund hinweg – und hofft, dass er die Daten der Astrogation richtig verstanden hat und einen Stern vorfindet, an dem er mittels Fuel Scoop seinen nun komplett leeren Tank wieder auffüllen kann.

Wenn ihr hier angekommen seid, habt ihr eigentlich alles menschenmögliche getan. Danach wartet nur noch die Art von Optimierung, die wirklich nur Spitzensportler machen. Kauft leichte, kalorienreiche Nahrungsmittel. Schleift den Lack von eurem Schiff ab. Entfernt die Isolierung im Frachtraum. Baut den Co-Pilotensitz aus. Schmeißt den Bobble-Head von eurem Armaturenbrett raus.

Zum Vergleich hier drei verschiedene Lakon Asp Explorer:

Als Forscher gilt für euch nicht „Fly safe, Commander“, sondern „Fly far, Commander“.

Update: Ich habe ein paar mehr Tipps zur Erhöhung der Sprungreichweite in Elite:Dangerous zusammengestellt.