fboës - Der Blog

Ein Brettspiel für bis zu vier Wikinger: "Raiders of the North Sea"

Die Familie hat sich den zweiten Teil der Wikinger-Brettspiel-Sage von Garphill, „Raiders of the North Sea“, vorgeknöpft… und ist begeistert.

In dem Brettspiel „Raiders of the North Sea“ übernehmen die Spieler die Rolle eines Wikinger-Kapitäns, der in seinem heimischen Dorf Krieger anheuert, um damit in fremden Ländern zu plündern und schlussendlich der erfolgreichste Kapitän zu werden.

Das Spiel wird mit bis zu vier Personen gespielt werden, und ist schnell erlernt. Die Spielmechanik sorgt für ein rasantes Spiel, und nach wenig Eingewöhnungszeit sind selbst Erst-Spieler voll involviert. Die raffinierte Mechanik erhöht erst langsam den Schwierigkeitsgrad und sorgt dafür, dass die Spieler nicht zu weit aneinander vorbeiziehen können.

Das Spiel kommt fast ohne Zufall aus. Dafür ist der Nervenkitzel und die Zockerei immens: Ziehe ich mit meiner kleinen Mannschaft auf Raubzug und plündere Klöster und Festungen, bevor es mein Gegenspieler tut? Oder heuere ich noch mehr Krieger an und nehme mehr Vorräte mit, um gleich mehrfach Überfälle durchzuführen? Aber kommt mir dann mein Gegenspieler zuvor, dass wehrlose Kloster zu überfallen? Seine Mannschaft sieht jedenfalls so aus, als ob sie gleich in See sticht.

Nebenbei wächst einem die selbst zusammen gestellte Mannschaft mit ihren Spezialfähigkeiten ans Herz. Spätestens mit einem der wenigen im Spiel versteckten Helden hat man ein einzigartiges Team, mit dem man Abenteuer erleben kann. Der Verlust einzelner Besatzungsmitglieder fällt da teilweise sehr schwer, auch wenn ihr Gang nach Walhalla ebenfalls Siegpunkte bringt.

Wie auch in den anderen Spielen von Garphill Games ist das Artwork fantastisch. Liebevolle Details wie die Spielsteine, aber auch die wunderschönen Charakter-Portraits der einzelnen Krieger auf den Spielkarten sind ein echter Hingucker.

Die Spielmechanik erinnert an „Zug um Zug“. Ständig muss man sich entscheiden, ob man sich noch besser vorbereitet, oder lieber seinen Mitspielern zuvor kommen möchte. Und die Endabrechnung sorgt teilweise noch für überraschende Gewinner, bei denen sich erst zum Ende eine schlaue Strategie auszahlt.

Darüber hinaus erlaubt das Spiel ganz unterschiedliche Strategien, um zum Sieg zu kommen. Und selbst wenn man nicht gewinnt, hat man auf dem Weg dahin sehr viel Spaß gehabt.

Fazit

Das Spiel ist für einen launigen Abend gut zu gebrauchen, und auch Gelegenheitsspieler werden schnell einsteigen und Erfolge feiern. Fans der TV-Serie „Vikings“ oder der Uthred-Saga werden sich ebenfalls sofort zuhause fühlen. Und wer „Zug um Zug“ mochte, wird den Mechanismus von „Raiders of the North Sea“ lieben.

Zur Übersichtsseite