EDC steht ja für die Dinge, die man jeden Tag dabei hat… „Every Day Carry“ halt. Aber neben den Gegenständen, die man jeden Tag ganz einfach in seiner Hosen- oder Jackentasche dabei haben kann, sollte man auch mal ein paar Gedanken an die vielfältigen Möglichkeiten denken, an geeigneter Stelle ein hilfreiche Utensilien zu hinterlegen.

„Prepping“ vs. EDC

Unter dem Schlagwort „Prepping“ versteht man die Idee, sich mehr oder weniger intensiv sowohl von seinen Fähigkeiten als auch der Ausrüstung auf Notsituationen vorzubereiten.

Wenn es um Ausrüstung geht, kann im normalen Alltag sinnigerweise nur einen kleinen Teil der Ausrüstung in Jacken- oder Hosentaschen mit sich tragen. Für den Rest benötigt man eine andere Transport-und Aufbewahrungsmöglichkeit.

Ironischerweise hat der Gesetzgeber schon eine dieser Möglichkeiten reguliert: In jedem Auto findet sich neben einem Warndreieck auch das notwendige Werkzeug, um einen Reifen zu wechseln, und ein Verbandskasten. Die wenigsten von uns werden jemals diese Dinge ernsthaft benutzt haben, trotzdem ist es eine Form von erweiterten „EDC“.

Für alle anderen Gelegenheiten sollte man sich von Damen-Handtaschen inspirieren lassen: Diese Taschen gehen überall mit hin, und haben meist überraschende Werkzeuge an Bord, die in abstrusen Situationen aus der Patsche helfen. Eine kompakte Tragetasche kann beim EDC also immens helfen.

Meine Idee

Normalerweise besteht mein EDC aus den folgenden Dingen:

  • Eine Uhr,
  • ein Portemonnaie (inkl. einem Zettel mit Notfall-Nummern)
  • sowie einen Schlüsselring inklusive Multi-Tool.

Dementsprechend brachte mich ein Artikel von „Gearjunkie“ über Alltags-Prepping auf die Idee, mein eigenes kleines Prepping-Paket zusammen zu bauen.

Eigentlich ist es nur eine kleine MOLLE-Tasche, die schnell an einem MOLLE-Rucksack montiert werden kann. Darin befindet sich:

  • Ein USB-Akkupack nebst Kabel, um z.B. ein Smartphone aufzuladen,
  • ein bisschen Paracord (eine Schnur hilft in überraschend vielen Situationen),
  • ein Feuerzeug (selbst Nichtrauchern wird irgendwann mal kalt),
  • Stift & Zettel (die vollkommen unelektronische Art, sich Dinge zu notieren bzw. Nachrichten zu hinterlassen),
  • eine Taschenlampe mit einer handelsüblichen AA-Batterie (denn warum sollte man die wertvolle Telefon-Batterie zum Erzeugen von Licht einsetzen?),
  • und In-Ear-Kopfhörer mit Mikrofon (damit man mit freien Händen telefonieren kann).
  • Ab und zu fährt auch eine Ibuprofen 600 mit auf die Reise, die Allzweckwaffe unter den Medikamenten.

Dieses kleine Paket kann nicht nur an einem Rucksack angeklippt werden, sondern auch in jeder anderen Form von Gepäckstück verstaut werden.

Die Ausstattung ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Unter anderem ist es auch immer sinnvoll, etwas zu essen und zu trinken bei sich zu haben.

Mehr über Prepping

Übrigens: Das amerikanische CDC nutzte schon vor Jahren den Zombie-Hype in Filmen und Computerspielen, um mittels Zombies auf hilfreiche Vorbereitungs-Tipps für Notsituationen hinzuweisen.