fboës - Der Blog

Der Kennzeichen-Messenger

Manchmal, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, würde ich gerne anderen Autofahrern einige Botschaften übermitteln. Vielleicht einfach mit einem Messenger?

Dabei gibt es eine ganz wunderbare Möglichkeit, sich gegenseitig in diesem Messenger zu identifizieren: Mit Hilfe des Kennzeichens, das gut sichtbar an jedem Fahrzeug prangt. So kann jeder sein eigenes Kennzeichen in dem Messenger registrieren, und kann dann unter seinem Kennzeichen Nachrichten von anderen Fahrern erhalten. (Wie sichergestellt wird, dass man auch wirklich sein eigenes Kennzeichen registriert, überlasse ich anderen schlauen Köpfen.)

Um einerseits die Bedienung im Auto zu erleichtern, und andererseits den Umgangston nicht unter ein gewisses Niveau fallen zu lassen, gibt es nur vorgefertigte Nachrichten. Der positive Nebeneffekt ist, dass diese Nachrichten sich ganz einfach in jede Sprache übersetzen lassen.

Folgende Nachrichten würde ich gerne öfter meinem Mitmenschen zukommen lassen:

  • „Eine Ihrer Frontleuchten ist defekt.“
  • „Eine Ihrer Heckleuchten ist defekt.“
  • „Ihr Licht blendet.“, optional auch als „Sie haben Ihre Nebelleuchten eingeschaltet.“ oder „Sie haben Ihre Nebelschlussleuchten eingeschaltet.“
  • „Sie sollten ihr Licht einschalten.“
  • „Bitte halten Sie den Mindestabstand ein.“
  • „Bitte halten Sie die Rettungsgasse frei.“
  • „Unter Ihrem Auto flattert irgendein Teil herum.“
  • „Vielen Dank“ (z.B. fürs Reinlassen, Rauslassen, Platz machen)

Sinnigerweise wird der Messenger per Sprache bedient, damit man während der Fahrt nicht an seinem Telefon herumwerkeln muss.

Jetzt beinhaltet ein Teil der Nachrichten nicht nur nett gemeinte Hinweise, sondern auch eine gewisse Form der Gängelung. Um zu verhindern, dass man seiner Umwelt durchgängig als Hilfspolizist auf den Wecker fällt, kann der Empfänger einer Nachricht diese mit einem Daumen nach oben (👍) oder nach unten (👎) beantworten. Diese Daumen sammelt man dann an seinem eigenen Profil, was wiederum für alle anderen Fahrer sichtbar ist.

Über die Datenschutzimplikationen eines solchen Messengers mache ich mir hier mal ebenfalls keine Gedanken. 😉