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Kaffeekochen mit Jetboil

Beim Zelten, Wandern oder generell bei längeren Outdoor-Aktivitäten einen Kaffee oder Tee zubereiten? Die Firma Jetboil hat da einen sehr kompakten Kocher entwickelt, der in jeden Rucksack passt.

Bisher war Kaffeekochen in der freien Natur mit einer nicht unerheblichen Menge an Equipment verbunden:

  • Ein Gaskocher,
  • ein Windschutz (um auch bei Wind die Wärme vom Kocher nutzen zu können),
  • ein Feuerzeug, um den Kocher zünden zu können (doh!),
  • ein Kochtopf,
  • sowie eine Thermos-Presskanne, um sowohl den Kaffeesatz aus dem Wasser zu filtern als auch den Kaffee länger warm halten zu können.

Al dies Equipment zusammengenommen verbraucht nicht unerheblich Platz im Rucksack. Und wenn man das Feuerzeug vergessen hatte oder es leer war, konnte man sich die Zubereitung gleich sparen.

Die Firma Jetboil hatte da eine gute Idee:

Der Jetboil Flash besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Ein Gaskocher (inklusive ein paar Beinchen, mit denen er nicht mehr so einfach umkippt),
  • einem Wärmetauscher, der die Hitze direkt von der FLamme an die Kanne leitet,
  • einem integrierten Piezo-Zünder (der Kocher wird gestartet, in dem man einmal kurz den Knopf drückt),
  • sowie einer Kanne mit Neopren-Wärmeschutz und eingebauter Kaffeepresse.

Das ganze System kann ineinander geschachtelt werden, so dass alle Komponenten sehr kompakt im Rucksack reisen, und gleichzeitig innerhalb der stabilen Kanne keinen Schaden nehmen. Der Neopren-Überzug der Kanne wiederum dient als weicher Puffer nach außen.

Auf der Außenseite der Kanne sitzt noch ein Thermo-Element, dass sich beim Kochen verfärbt. So kann man sehen kann, wie lange es noch dauert, bis das Wasser kocht. Durch den Neopren-Bezug kann man die Kanne auch in die Hand nehmen, wenn das Wasser kocht.

Neben Kaffee kann man natürlich auch Teewasser erhitzen, oder eine kleine Mahlzeit kochen.

Fazit

Nach eifrigen Tests sind wir von dem System sehr überzeugt. Als einziges Manko ist der Preis und die gegenüber einer echten Thermoskanne schlechtere Isolierung zu bemängeln. Das wird aber durch die Kompaktheit, das geringe Gewicht, den sehr effizienten Wärmetauscher (der augenscheinlich die Kochzeit auch verringert) sowie den unverlierbaren Piezo-Zünder mehr als aufgewogen. Außerdem steht der Kocher sehr sicher, und da die Kanne auf dem Wärmetauscher verriegelt wird, kann sie auch nicht unbeabsichtigt herunterpurzeln.

Als kleiner Praxistipp: Wenn man die Kanne benutzt hat, sollte man die Komponenten einfach in einen kleinen Plastikbeutel packen, bevor man sie wieder in der Kanne verstaut. Dadurch klebt später kein Kaffee an der Gaskartusche oder anderen Teilen des Kochers.

Ein ähnliches System gibt es auch von Primus.

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